Die Krankheit meiner Nächsten

Fragen und Austausch über Erfahrungen im Bereich medialer Wahrnehmung (auch Träume), Selbsterkenntniss, Bewusstseinserweiterung, OBE und Energiearbeit.
Serafina
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Die Krankheit meiner Nächsten

Beitrag von Serafina » Di 18. Sep 2012, 19:54

Irgendwie kriege ich eine Konstante in meinem Leben nicht so richtig in meine Weltauffassung integriert, was das Realisieren meiner Umwelt bzw. Mitmenschen angeht.
Ich verstehe es so, dass wir uns unsere Wirklichkeit erschaffen. Genauso ist es doch, dass sich unsere Mitmenschen ihre Wirklichkeit erschaffen. Und irgendwie irgendwann irgendwo gibt es dann diese Schnittmenge, die wir als gemeinsame Realität wahrnehmen.

Nun ist es in meinem Leben so, dass viele Geschöpfe ( Geschöpfe deshalb, weil auch ein Tier dabei war) ein und dasselbe Krankheitsbild entwickeln in meiner Gegenwart, also, wenn sie länger mit mir ihr Leben verbringen. Sie entwickeln Asthma, mal allergisches, mal im Rahmen ein Lungenerkrankung als Emphysem oder warum auch immer. Und immer machen sie früher oder später mich dafür verantwortlich (bis auf das Tier, versteht sich) und fordern meine ganze, ausschließliche Aufmerksamkeit, Betreuung, Pflege, Nachsicht und Fürsorge und vor allem auch Verständnis.
Das geht soweit, dass sie schrecklich eifersüchtig auf die albernsten Dinge werden, denen ich mich zuwende (das ist Dir jetzt wichtiger als mein Gesundheitszustand, ich brauche jetzt unbedingt dies und das und zwar sofort...sonst geht es mir noch schlechter, etc).

Irgendwie überlege ich mir inzwischen tatsächlich, ob ich diese Krankheit bei anderen irgendwie begünstige.
Wie ordnet Ihr das ein? Welche Zusammenhänge könnte es da geben?

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gilla
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Re: Die Krankheit meiner Nächsten

Beitrag von gilla » Mi 19. Sep 2012, 05:34

Ich denke, dass Du Dir da einen Lernprozess erschaffst. Es geht darum, dass Du Dich selbst voll und ganz annimmst und lernst, mit bestem Gewissen "nein" zu sagen, wenn andere Fürsorge von Dir fordern. Und dass Du mit bestem Gewissen Deinen eigenen Interessen nachgehst. Und solange Du das nicht schaffst, wirst Du Dir möglicherweise ähnliches Geschehen immer wieder präsentieren.

Es gibt da doch diesen blöden Spruch: "Der gute Mensch denkt an sich selbst zuletzt." Der müsste eigentlich lauten: "Der gute Mensch denkt zu allererst an sich selbst, und erst wenn er sich liebevoll um das eigene Selbst kümmert, kann er sich auch liebevoll anderer annehmen, wenn er das möchte."

Liebe Grüße
Gilla

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Re: Die Krankheit meiner Nächsten

Beitrag von Serafina » Mi 19. Sep 2012, 18:02

Hallo Gilla!

Ja...danke. In die Richtung habe ich auch schon gedacht, aber - klingt jetzt blöd: ich bin echt ganz zufrieden mit mir :D
Also, eigentlich habe ich nicht das Gefühl, dass ich mich nicht annehme.
Ich bin auch zufrieden mit den anderen - aber die anderen sind nicht zufrieden mit mir!?!
Also, im akuten Fall gibt's immer was zu mäkeln an mir und an allen möglichen Leuten - das geht beim Aussehen los und endet im Verhalten - da wird gerichtet, dass sich die Balken biegen.
Ich halte das dann einfach aus bzw. versuche pädagogisch wertvoll ( :) ) dagegenzusteuern und weiß ja, dass das nur auf mich projeziert ist und die Unzufriedenheit in Wirklichkeit das Uneins mit der Person in sich ist.
Im Gegenteil, ich habe oft das Gefühl, dass es die betreffenden Personen geradezu noch anstachelt, weil sie meine "Zufriedenheit" nicht nachvollziehen können bzw. aushalten.

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Re: Die Krankheit meiner Nächsten

Beitrag von gilla » Mi 19. Sep 2012, 19:40

Dann versuche doch mal, das Ganze mit Humor zu nehmen. Lass alle diese überzogenen Erwartungen "Deiner Lieben" freundlich bestimmt und leicht amüsiert an Dir abgleiten und gehe Deinen eigenen Weg, ohne Dir Sorgen darum zu machen, was sie zu Dir sagen, von Dir erwarten und über Dich reden könnten.

Liebe Grüße
Gilla

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Re: Die Krankheit meiner Nächsten

Beitrag von Serafina » Do 20. Sep 2012, 20:06

Ahhh, Gilla, da schießt mir ein Gedanke durch den Kopf:
...vielleicht liegt da der Grund: ich denke oft, ich bin mental "stärker", da ich ein tiefergründiges, für mich schlüssiges Erklärungsmodell / einen Glauben habe und Dinge anders und dadurch gelassener einordne. Und dann denke ich: das kannst Du schon auffangen, der versteht die Hintergründe nicht...stupse ihn sanft in die "Denkrichtung".
Aber vielleicht ist genau das der Fehler...
Denn daraus resultiert vielleicht der ganze Salat?! Ich denke, ich bin "stärker" (klingt so negativ, so wie "besser" - so ist es aber nicht gemeint - ich meine es - nun ja: im Sinne von Erkenntnis)
und prompt richtet es mein UB so ein, dass ich die Kehrseite des Gedankens zu spüren bekomme. Ich stark - das Gegenüber schwach und krank. Dann muss ich unbedingt aus der Gedanken-Nummer raus und auch mit "schwimmenden" Menschen nicht zuviel "Mitleid" haben...Im dem Sinne, dass sie meinen, sie seien immer Opfer der Umstände und ohnmächtig den Naturgewalten ausgesetzt - und das versuche ich immer aufzufangen und je nach Offenheit des Gegenübers direkt oder indirekt die Verantwortung für das eigene Schicksal in der jeweiligen Person zu stärken.
Kann man mich noch verstehen? Klingt etwas verworren...

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Re: Die Krankheit meiner Nächsten

Beitrag von gilla » Fr 21. Sep 2012, 02:51

Wenn Du glaubst, mental "stärker" als andere zu sein, erschaffst Du möglicherweise für Dich eine Realität, die genau diesem Glaubenssatz entspricht, nämlich dass andere von Deiner Stärke und Unterstützung abhängig sind, wofür sie Dir keineswegs dankbar wären, denn dann fühlen sie sich als Deine Opfer. Vielleicht versuchst Du mal zu glauben, dass sie über große innere Stärke verfügen und es schaffen werden, sich selber eine beglückende Realität zu erschaffen.

Es bringt meiner Ansicht nach nichts, wenn Du jemandem, der schon in der Scheiße steckt, noch sagst, dass er selbst sich das erschaffen hat. Du könntest ihm jedoch sagen, dass es einen Zauberspruch gibt, der tatsächlich funktioniert, und zwar zu denken und zu glauben: "Es geht mir von Tag zu Tag immer besser und besser."

Oder, wenn der Betroffene traditionell religiös ist, könntest Du ihm sagen: "Der liebe Gott liebt Dich. Er trägt Dich in seinen Händen. Du bist geborgen. Er sieht Dein Leid, erhört Deine Gebete und wird Dich heilen/Dir helfen."

Hier mal ein Seth-Zitat zum Thema Gebete:

"Das Gebet hat Individuen äußert erfolgreich befähigt, die Materie durch den Gebrauch ihrer psychischen Fähigkeiten zu handhaben/manipulieren."

Sitzung 81, die frühen Sitzungen, Band 2

Liebe Grüße
Gilla

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Re: Die Krankheit meiner Nächsten

Beitrag von Katrin » Fr 21. Sep 2012, 17:09

Hallo Seraphina,

ich mag noch meine Gedanken dazu nachschieben.

Ich kenne das in ähnlicher Weise. "Dir geht es doch gut, du hast alles und noch mehr (= also gib mir was ab von alledem)! Und dann docken sie sich an Dich mit so einem kleinen Saugreflex und erst denkst Du, Du kannst helfen und "schleppst" sie mit. Aber statt das der Kreisel nach oben geht mit ihnen, geht er immer weiter runter.
Das sind Menschen, die sich in ihrer Opferhaltung wohl fühlen und nach Bestätigung ihres Übels suchen. Und wenn man sich um sie kümmert und macht, was sie angeblich benötigen, kriegen sie ihre Bestätigung.

Tatsache ist, dass Asthma keine Krankheit ist, die dauerhaft dazu "berechtigen", dass Du immer für sie da bist. Sie müssen sich selbst helfen. Vielleicht kannst Du sie auf sich selbst zurück werfen und ihnen zeigen, dass sie es selbst können.

Aber wie auch immer Du das löst, das eine ist, warum die anderen es tun. Das andere ist, warum Du das Spiel mitspielst. Wieso möchtest Du die anderen auffangen? Reicht es nicht, ein Begleiter zu sein?
Ich halte das dann einfach aus bzw. versuche pädagogisch wertvoll dagegenzusteuern und weiß ja, dass das nur auf mich projeziert ist und die Unzufriedenheit in Wirklichkeit das Uneins mit der Person in sich ist.
Und das Mäkeln aushalten, tut Dir das gut? Und was zeigst Du den anderen damit?
Mir fällt dazu das altbekannte "Grenzen aufzeigen" ein.
Ich glaube auch, so tief wie Du denkst (Projektion) wirst Du diese Personen nicht erreichen, denn sie sind da selbst nicht. D.h. ihr redet aneinander vorbei. Wenn jemand "ich will aber" sagt, hilft nur ein "nein, du bekommst es nicht". Trotzigen Kindern dreht man auch besser den Rücken zu und geht, alles andere macht es nur schlimmer.

Eine weitere Idee dazu ist: Den anderen fehlt der Atem. Spiegeln sie Dir damit irgendwas?
Auch in Anbetracht der Tatsache, dass es ein Tier hatte. Das sind ja nun mal selbst die besten Projektionsflächen. ;-) Aber vielleicht wollte es auch nur zeigen: "Schau da mal genauer hin, das kommt immer wieder."
Noch immer im Jonas Fan-Club. :-D

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Re: Die Krankheit meiner Nächsten

Beitrag von Serafina » Di 25. Sep 2012, 17:07

Danke Euch für die Antworten. Ja, irgendwie ist man ja doch nicht frei. Man ist immer so verstrickt in Umstände - oder bildet es sich zumindest ein.
Ich habe es schon mit dem "es geht besser und besser" eingeleitet - zum Gebet fehlt mir im Moment die Ruhe. Es geht gerade so turbulent zu, dass meine Gedanken immer von alleine weglaufen und irgendwelche Problemfelder bearbeiten und analysieren.
Nein sagen - das tu ich auch hin und wieder, aber man kann sich vorstellen, dass das auf wenig Gegenliebe stößt. Das ist dann schon anstrengender als nachgeben. Irgendwie fehlt mir auch einfach die Kraft im Moment. Umso schlimmer, dass sich alle anlehnen und noch viel kraftloser scheinen.

Mit dem Spiegeln: beim Tier habe ich tatsächlich auch schon mal gedacht, es "nimmt mir was ab". Dort war ja das Schöne, dass ich es tatsächlich irgendwann "heilen" konnte, indem ich mich sehr mit Homöopathie beschäftigt habe und das Asthma tatsächlich entgegen aller Prognosen nicht mehr wieder kam. Die Cortison-Depotspritzen konnten nach Jahren endlich weggelassen werden. Seitdem bin ich ne Kräuterhexe und habe außerdem zig homöopathische Ampullen im Schrank. Na, wenigstens da hatte die Zuwendung Erfolg.

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Re: Die Krankheit meiner Nächsten

Beitrag von gilla » Di 25. Sep 2012, 17:22

Hallo Serafina,

ich finde, dass Du da vielleicht knallhart sein musst, aber lass Dich nicht von meiner Meinung bedrängen. Du musst natürlich das tun, was Du selber für richtig hältst.

Die nörgeln sowieso an Dir herum, also könntest Du auch konsequent beim "nein" bleiben. Da ändert sich doch rein gar nichts. Vielleicht sagst Du einfach mal: "Wenn Ihr mein "nein" nicht akzeptiert, dann seht, wie Ihr ohne mich zurecht kommt. Ich habe die Nase voll von Eurem Egoismus und mache jetzt nur noch das, was für mich gut ist. Sucht Euch eine andere Dumme, die sich um Euch kümmert oder geht von mir aus ins Pflegeheim."

Das ist, wie gesagt, nur ein Vorschlag, den Du wirklich nicht beherzigen musst, wenn es Dir vielleicht schon bei dieser Idee alleine kalt über den Rücken läuft.

Liebe Grüße
Gilla

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Re: Die Krankheit meiner Nächsten

Beitrag von Kleine Seele » Mi 26. Sep 2012, 10:31

Hallo Serafina!

Ich habe das auch mal eine Zeitlang erlebt, dass - je schwächer der andere war - umso mehr an mir herumnörgelt hat aber gleichzeitig trotzdem Anlehnung, Rat und Geborgenheit gesucht hat.
Aber da dies nur ein gutes halbes Jahr so ging, habe ich das gut verkraftet und konnte von meiner "Stärke" noch genug abgeben. Ich weiss nicht, was gewesen wäre, wenn das ewig so weiter gegangen wäre!

Das was Gilla empfiehlt, ist vielleicht gar nicht schlecht: Einfach mal mit der Faust auf den Tisch hauen und sagen: "Es reicht, jetzt bin ich mal dran und nehme mir nur Zeit für mich!" Ich weiss, dass das schwer ist, aber vielleicht versuchst du es einfach mal, damit es DIR besser geht!

Viel Glück und Erfolg für die kommende Zeit,
LG, Kleine Seele

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