Projektionen erkennen

Glaubenssätze, Projektionen und Emotionen- Strategien rund um die Seele
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apfelsine
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Projektionen erkennen

Beitrag von apfelsine » Mi 14. Mär 2012, 10:00

Hallo,

ich verfolge schon seit einiger Zeit das Thema Projektionen.
Aktuell beschäftige ich mich hauptsächlich mit der Frage, woran ich selbst erkenne,
das ich gerade etwas in jemanden hineinprojiziere.
Ich möchte hier sammeln, was ich dazu bisher gefunden habe und lade euch ein, diesem gesammelten Material eure eigene Sicht hinzuzufügen.
Wenn irgendwas unverständlich formuliert ist, bitte melden. Ich werde den Beitrag dann umformulieren und auch um eure Vorschläge ergänzen.

Was wir sehen, liegt in uns Selbst

Der Mensch lernt von klein auf aus Impulsen seiner Umgebung und seinen individuellen Veranlagungen mit Herausforderungen umzugehen.
Dabei spielt die zwischenmenschliche Kommunikation eine wesentliche Rolle.
Mit wachsender Lebenserfahrung beginnen sich Muster herauszubilden. Wir fangen an, Schemata für unser tägliches Leben zu entwerfen.

Das hat den Sinn, bekannte Dinge schneller zu verarbeiten, in Gefahrensituationen ggf. schneller reagieren zu können und uns vor der Wiederholung unerwünschter Ereignisse zu schützen.
Viele werden die Situation mit Kindern schon irgendeinmal gesehen haben.
Das Kind muß alles selbst nachforschen. Wir werden ihm sagen, das es nicht an die Herdplatte fassen soll, weil sie heiß ist. Möglicherweise wird es irgendwann einmal dennoch daran fassen, da es seine eigene Erfahrung sammelt. Von dem Moment an, wird es die Herdplatte mit der Erfahrung „heiß“ in Verbindung bringen.
Damit ist eine neue Assoziation geschaffen worden.
So wie es Assoziation mit Dingen gibt, so schaffen wir bewusst oder unbewusste Assoziationen mit unseren Mitmenschen. Worte lösen Erinnerungen aus, neue Begegnungen Assoziationen mit Menschen die wir kennen oder Gefühle wie wir diese Menschen einschätzen.
Diese Assoziationen sind rein subjektive Einschätzungen, Sie entsprechen nicht der Realität des Gegenübers und wird ihm möglicherweise sogar garnicht gerecht.
Häufig werden diese Assoziationen als Auslöser dann auf unsere Mitmenschen projiziert, wo diese Projektionen für allerlei Konfliktpotential sorgen.

"Aufgrund der Unbewusstheit gegenüber den eigenen ungelösten Konflikten,
werden die Gründe für die Probleme automatisch im Gegenüber gesucht.
Anderen wird also etwas unterstellt, wofür man selbst verantwortlich ist.
Und noch mehr, der Projektor tut anderen das an, was er ihnen vorwirft." [1]

Eine Charaktereigenschaft die aufgrund meines Wertesystems negative Reaktionen hervorruft und unterdrückt wird, spiegelt sich in einem geeigneten Mitmenschen der Assoziationen hervorruft.
Dies ruft dieselben negativen Gefühle hervor und man projiziert die unterdrückten Anteile auf die Person, was zu einer starken Reaktion führt. Umgekehrt wenn es sich um einen eingrenzenden Glaubenssatz handelt wie "ich darf mich nicht loben sonst bin ich überheblich" führt diese Art der Projektion dazu, das man im anderen die Eigenschaft sieht und ihm evtl helfen möchte.


Beispiele für Projektionen

a) Ein Hundebesitzer - Ehepaar. Der Mann lässt den Hund frei herumlaufen, während die Frau ihn nur an der Leine hat, damit die Nachbarn sich nicht beschweren.
Die Frau fühlt die Konfliktsituation ohne eine adäquate Lösung parat zu haben.
Nun plant die Schwester des Mannes einen kleinen Hund zu besorgen.
Ohne bestehende Tatsachen konstruiert die Frau nun den Fall, und wirft der Schwester vor das der kleine Hund unbeaufsichtigt in der Gegend herumlaufen darf, während ihr Hund an der Leine sein muss, was aber nach gegebener Schilderung garnicht immer der Fall ist.
Wäre der kleine Hund tatsächlich im Umlauf, wären sie gezwungen den Hund immer an der Leine zu haben. Sich tatsächlich mehr um den Hund zu kümmern.



Projektionstypen
  • - negative Projektion
    - positive Projektionen
    - indikative Projektion



Negative Projektionen
Zeichnen sich dadurch aus, das sie mit einem Gefühl
von Ärger, Schmerz oder Angst verbunden sind, wenn wir eine Eigenschaft einer anderen Person negativ bewerten.

Positive Projektionen

Sind mit positiven Gefühlen verbunden, da wir die Eigenschaft / Handlungsweise einer anderen Person als positiv bewerten.

Indikative Projektion
Eine weitgehend distanzierte Assoziation - Personen werden in vorgefertigte „Schubladen“ eingeordnet.
Eine indikative Projektion zeigt am einfachsten an, nach welchen Denkmustern wir arbeiten und bietet uns die Chance unsere verborgenen Selbst-Aspekte aufzuzeigen.

Ursächliche Projektionsproblematik

Unbewusste Identifikation des Mitmenschen mit ungelösten Problemstellungen und unbewussten Assoziationen.
→ Suche der Schuld bei dem anderen anstatt bei sich selbst.
→ Eigener Wesensaspekt - ob positiv oder negativ - wird verneint und in den anderen statt dessen projiziert


Indikatoren für Projektionen-
woran erkenne ich wenn ich etwas in jemanden projiziere?

  1. 1) Wichtiges Indiz ist das kurzfristige Unvermögen zu erkennen, das man selbst die Kontrolle über das Geschehen hat und sich seiner Emotionen und den damit verbundenen resultierenden eigenen Handlungen nicht unmittelbar bewusst ist.
Oder
  • 2) Wesentliche - aus eigener Sicht - unpopuläre Selbst-Aspekte werden ignoriert und unbewusst in den anderen Menschen projiziert.
Ich bin das Opfer:
  • 3) Ich habe ein Problem mit meinem Mitmenschen. Er tut, sagt ….
  • 4) Meine Mitmenschen bringen mich dazu ….
Sich wiederholende Muster:
  • 5) Ich bekomme immer die Schuldzuweisungen
  • 6) Ich bekomme immer alles aufgeladen
  • 7) Andere respektieren nicht meine Grenzen
  • 8) Erkannte Fehl-Einschätzung von Personen
  • 9) Reaktionen fallen anders aus, als erwartet
  • 10) Ich sage etwas zu jemandem was in mir besonders heftige emotionalen Antrieb zu haben scheint aber es scheint auf die Person nicht so recht passen zu wollen.

Aus der Position eines neutralen Beobachters
  1. 1) heftige emotionale Reaktion auf „harmlose“ Äußerungen
    sie bieten Hinweise auf internalisierte Glaubensmuster
  • 2) Ablenker
    plötzlicher Themenwechsel


Projektionen auflösen
- Wertschätzung der alten Glaubenssätze/ Wertvorstellungen
- Wie hätte ggf. eine alternative Verhaltensweise ausgesehen.
- Wertschätzung des eigenen Wesensaspektes


Grundannahmen:
1. Meine Sicht der Welt ist nicht allgemeingültig für alle Menschen
2. Meine Werte sind individuell. Sie sind nicht auf andere Menschen vorbehaltlos übertragbar.
3. Verändere ich meine Wertvorstellungen, mein Verhalten, verändert sich auch mein Umfeld.
4. Ein Wesensaspekt / Individuum handelt intuitiv stets nach seinem besten Wissen um sich zu schützen, auch wenn das bedeutet, sich dabei Schaden zuzufügen.
5. Ich habe die Freiheit und die Verantwortung zu entscheiden, wie ich mich entwickeln möchte

Um eine Projektion aufzulösen gibt es 2 grundlegende Schritte. Manchmal genügt auch schon Schritt 1 um eine Auflösung der Verbindung mit der betreffenden Person herbeizuführen. Dies bedeutet jedoch zwangsläufig nicht, das dann damit die Ursache erkannt / behoben wurde.:

Schritt 1 ) Eine Projektion aufzulösen besteht erstmal darin, sie zu erkennen.
Sie zu erkennen bedeutet ich selbst erkenne, das ich gerade etwas in jemanden projiziere.

Schritt 2) Verstehen, warum wir etwas projiziert haben.

Ein grundlegendes Bedürfnis für das Selbst ist die komplexe Umwelt durch Überlebensstrategien in den Griff zu bekommen- die es uns möglich machen zu existieren. Aus diesem Bedürfnis entwickeln sich neben unseren einzigartigen Charakteristika Assoziationen und Verhaltensmuster, die wir sozusagen um unsere Identität herumbasteln.

Um zu verstehen, warum wir etwas projizieren, brauchen wir den Mut ehrlich und auch liebevoll zu uns selbst zu sein, zu erkennen das auch in von uns als negativ bewerteten Eigenschaften stets eine positive Absicht verborgen liegt. Je näher wir unserer eigentlichen Identität kommen und authentischer werden, desto besser klappt es auch Projektionen zu erkennen oder auch zu vermeiden.

Wir haben uns diese Verhaltensmuster im Laufe unseres Lebens zugelegt und sie haben in bestimmten Situationen ihren Zweck gehabt, auch wenn sie uns oberflächlich betrachtet vielleicht sogar in Schwierigkeiten gebracht haben :biteme:

Im Folgenden werde ich einige Übungen beschreiben, wie wir dem Kern einer Projektion näher kommen können.



Übung

Übung 1)
Suche dir ein Ereignis aus, das dich emotional beschäftigt, in dem du dich als Opfer gefühlt hast, oder etwas , das dir immer wieder zu passieren scheint.

Ziel der Übung:
Betrachtung der eigenen Position:
  • -Gedanken
    schreibe auf, welche Gedanken dir bei diesem Ereignis durch den Kopf gegangen sind

    -Emotionen
    schreibe auf, welche Emotionen bei dir das Ereignis begleitet haben

    -Reaktionen
    schreibe auf, welche Reaktion dies bei dir hervorgerufen hat

    -Handlungen
schreibe auf, welche Handlungen deiner Reaktion gefolgt sind,
Welche Folgen hatte dein Handeln, welche Folgen hättest du dir gewünscht?



Versuche herauszufinden wo die Emotionen ihren Ursprung haben.
→ Mit welchen Erinnerungen bringen wir dieses aktuelle Ereignis in Verbindung
Reflektion der ursprünglichen Quelle
Welche Wertvorstellung, welcher Glaubenssatz steckt in der Begebenheit.




Übung 2)
Frage dich warum. -

- Schreib deine Reaktion in einem Stichwort auf einen Zettel vor dich, fühle kurz hinein, um dich oberflächlich zu erinnern wie du dich gefühlt hast.
- Begib dich imaginär auf einen neutralen Standpunkt, eine Vogelperspektive und versuche zu benennen, welche positive Absicht dein Unterbewusstsein gehabt hat, die dich so reagieren ließ wie es passiert ist.
-> Schreib in einem Stichpunkt die dahinter liegende Absicht auf,
- Fühle dich in die Absicht hinein.
- Frage dich, woher diese Absicht kommt. Welche Absicht verbirgt sich hinter der Absicht?
Wovor möchtest du dich schützen?
--> Schreib in einem Stichpunkt dieses auf
- Frage dich warum du dich davor schützen möchtest.

Wiederhole die Abfolge bis du zum Kern gelangt bist und es keine weitere Auflösung gibt. Es wird ein Punkt kommen, an dem du auf grundlegende Dinge stösst.
Wenn du den Kern gefunden hast, fühle hinein und betrachte von dort deinen Ausgangspunkt.
Hat sich etwas verändert? Wenn ja was?
Wenn nein, welche Stimmen regen sich noch?
Schreibe sie auf einen Zettel und verfolge ihre Absichten in dem oben beschriebenen Muster.

Projektionen und Glaubensmuster sind eng miteinander verknüpft. Stehen sie in direktem Zusammenhang mit unseren Werten, entsteht zuweilen daraus eine potentiell komplexe und explosive Mischung.
Kommt es vor, das wir uns in Diskussionen mit anderen verstricken. Jemand versucht uns von einer Meinung zu überzeugen und obwohl wir verstandesmäßig ihm beipflichten würden, stoßen wir innerlich auf Widerstand und Aggression.

Handlungen sind oftmals auf bessere Grundlagen gestellt, wenn wir darauf verzichten unreflektiert aus diesem Widerstand heraus zu handeln. Denn er basiert selten auf zugrunde liegenden Fakten und entstellt zudem mitunter eigene Interessen.
Wir sind in dem Moment zum Spielball unserer Glaubensmuster und unbewusster Programme.
Langfristig lassen sich solche Muster durch Achtsamkeit gegenüber den eigenen Handlungen erkennen.
Um Glaubensmuster zu verändern sind folgende Schritte möglich:
  • Visualisiere das Verhalten das du verändern möchtest. Führe es dir anhand eines aktuellen vergangenen Ereignisses vor Augen.
    Mache dir bewusst welche Annahmen zu dem Verhalten führen.
    Überlege welche Vorteile dieses Verhalten für dich hat und welche Nachteile dir daraus entstehen.
    Überlege ob die Ergebnisse dieses Verhaltens für dich weiterhin sinnvoll sind oder ob es besser wäre etwas zu verändern.
    Überlege welches Ergebnis statt dessen gewünscht wäre
    Überlege welches Verhalten zu dem gewünschten Ergebnis führen könnte
    Spiele eine Situation in Gedanken durch und visualisiere mit all deinen Sinnen wie du das neue Verhalten anwendest. Achte dabei darauf, ob sich dieses neue Verhalten richtig anfühlt. Zweifel oder andere Einwände sollen Anerkennung finden und in die Überlegungen zu deinem alternativen Verhalten einfließen, dein alternatives Verhalten sollte mit deinen Absichten und Gedanken im Einklang stehen ohne Widerspruch in dir auszulösen.
Es gibt viele Möglichkeiten mit impulsiven Reaktionen in uns umzugehen.
So energievoll diese Impulsivität sein kann, birgt sie die Gefahr, das wir über das Ziel hinaus schießen und uns dabei selbst schaden. Es ist möglich, diese Reaktionen in konstruktive Bahnen für uns zu lenken, um möglichen Schaden von uns abzuwenden.



Links mit weiteren Infos:

http://www.daslebensspiel.com/gratiskap ... itel11.pdf

Literatur
Meine vielen Gesichter - Virginia Satir

[1] Der große Zauberlehrling Teil 1 - Alexa Mohl
"In jedem negativen Anteil steckt genauso ein positiver Kern, wie in jedem guten Anteil ein Potential zur Zerstörung liegt."

Virginia Satir

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Katrin
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Re: Projektionen erkennen

Beitrag von Katrin » Mi 14. Mär 2012, 18:30

Hallo apfelsine,

das ist ein super Thema! :D Der Punkt, der mir besonders wichtig ist und an dem ich immer stecken bleibe, ist der, der am kürzesten ausfällt, nämlich das Auflösen der Projektionen. ;)
Du schreibst so einfach "Wertschätzung" der Glaubenssätze - ich konkretisiere das jetzt einfach mal an meinem Beispiel: Ich bin unwichtig. Was bitte soll ich daran wertschätzen und vor allem wie? Das fühlt sich für mich komplett destruktiv an und ich finde keinen Ansatz, diesen Glaubenssatz wertzuschätzen.

Deswegen kann ich zu dem Thema nur hinzufügen, dass in der Praxis/Umsetzung die Herausforderung liegt. Diese Glaubenssätze, die den Projektionen zugrunde liegen, sind meist lang ausgeübte Verhaltensweisen. Ich denke, da muss man dann schon genauer hinschauen, wenn man an der Wurzel ist, um da raus zu kommen:
Wie äußert sich das Verhalten bei einem selbst? Ist man in der Lage, das Muster im Alltag zu erkennen (wichtige Basis für Veränderungen) und wann und wie versucht man sich darin, das Muster zu durchbrechen? Wer kann dabei helfen und unterstützen?
Bin ich zu praktisch veranlagt? :lol:
Noch immer im Jonas Fan-Club. :-D

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trinity
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Re: Projektionen erkennen

Beitrag von trinity » Do 15. Mär 2012, 02:18

@Katrin

Gucken wir unsere Glaubenssätze mal an, dann entdecken wir, dass es einen wichtigen und guten Grund hatte sie zu entwickeln, denn sie sicherten damals unser Überleben. Wir kamen wegen dieser Glaubenssätze mit unserer Situation zurecht, jeder tat das auf seine ganz eigene Art.

Vielleicht kann das ein Ansatz sein, sie wert zu schätzen, zu sagen, ihr wart damals von immensem Wert, mein Leben hing von euch ab, aber heute, heute ist eine völlig andere Situation und ich brauche euch nicht mehr. Dann kann man denke ich, sogar Dankbarkeit gegenüber den Glaubenssätzen entwickeln. *grübel*

Zum Auflösen von Projektionen habe ich auch kein Rezept gefunden, teils gelingt es mir, teils nicht.

Lieben Gruß
anja

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apfelsine
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Re: Projektionen erkennen

Beitrag von apfelsine » Do 15. Mär 2012, 08:04

Freut mich, das es Anklang findet :-)

Es hängt in meinen Augen von der Art einer Projektion ab, wie ich sie auflösen kann.

a) Der Kern der in meinen Augen schwierigsten Projektionsart basiert darauf, das ein eigener Wesensaspekt verneint wird .
Wenn du es schaffst diesen Teil von dir anzunehmen, dann löst sich die Projektion auf.
Je nach Problemstellung gibt es dazu verschiedene Ansätze.
Ich werde das versuchen nachher noch etwas ausführlicher zu beschreiben. :)

b) Eine andere Art von Projektion ist eher oberflächlich, die z.B. Eigenschaften in Leute basierend auf unsereren Erfahrungen projiziert.
Dieses Bild entspricht dann deinem Bild aber nicht der Realität der dir gegenüberstehenden Person.
In diesem Fall heißt es den Unterschied zu finden.
Manchmal gelingt uns das nicht. Ein Wesensaspekt der Person löst immer wieder emotional Zusammenstöße oder heftige innerliche Reaktionen aus.
Dann deutet das auf eine Projektion vom Typ a) hin.


Da gibts auch ein gutes kleines Buch zum Thema sich selbst annehmen.
"Meine vielen Gesichter" von Virginia Satir.
Das hat ganz nette Ansätze.

lg apfelsine
"In jedem negativen Anteil steckt genauso ein positiver Kern, wie in jedem guten Anteil ein Potential zur Zerstörung liegt."

Virginia Satir

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Katrin
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Re: Projektionen erkennen

Beitrag von Katrin » Do 15. Mär 2012, 18:12

@trinity: In der Tat, SO habe ich das noch nie betrachtet. Plötzlich ergibt es einen Sinn... hmmm. :mrgreen:
Noch immer im Jonas Fan-Club. :-D

Ashua
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Re: Projektionen erkennen

Beitrag von Ashua » Fr 16. Mär 2012, 11:29

Hallo Miteinander ;)
Ich bin Gilla,s Hinweis gefolgt und Apfelsine ,, kenne,, ich vom
Sethforum.

Ich finde dieses Thema Projektion auch sehr nützlich . Und V. Satir,s Bücher sind beliebt und anerkannt in psychologischen Auisbildungen . Systemische Psychotherapie.

Witziger Weise hatte ich mich erst dieser Tage erneut mit diesem Thema auseinandergesetzt.
Ich würde es erstmal von einer sehr einfachen Seite her angehen.
Beispiele Suchen wo es mir klar und verständlich ist ,das ich proiziere. Hier wird mir mein vorgehen deutlich und vieleicht sogar eine methode .
Bsp. Ich schliesse von mir auf andere . Mir ist kallt und ich friere leicht , ...deshalb glaube ich das es ALLEN anderen genauso geht und gebe meinen Kindern Ermahnungen und schüttle voller unverständniss den Kopf beim Anblick freier Körperstellen.
Wie bin ich vorgegangen ? Wie nehme ich meine Projektion zurück?
Da helfen mir Fragen von Bairon Kathy . überprüfe deine Aussagen und Gedanken.
Ist es wirklich wahr ? Kannst du es wissen ?
Wie will ich wissen was andere empfinden , wenn ich Sie garnicht frage . ?
Ich mache also Vermutungen und vergesse Sie zu überprüfen. Irgendwann hallte ich Sie sogar für wahrhaftige Realität. Und schon geht mit der nächsten Vermutung weiter die sich auf eine Vermutete Realität stützt.....

So das mal als Anfang
lieben Gruss

Ashua
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Re: Projektionen erkennen

Beitrag von Ashua » Sa 17. Mär 2012, 19:55

Hallo Miteinander ,....

hab noch ein Beispiel das nicht so bekannt ist.
Verliebt sein. Zwei Menschen lernen sich kennen finden sich sehr sympatisch und machen einiges miteinander.
Sie proizieren Ihre Erwartungen in die Zukunnft ....und wenn sie nicht eintreffen
ist die Ernüchterung und dann die Frustration gross. :blumenstrauss: :herrlich: :knuutsch: :knuddel: ............. :roll: :geek: :evil:
auch hier wird viel Vermutet und versäumt sich zu vergewissern . Aus Angst es könnte die
Romantik stören. ....

LG

Ashua
Beiträge: 12
Registriert: Fr 16. Mär 2012, 00:10

Re: Projektionen erkennen

Beitrag von Ashua » Sa 17. Mär 2012, 20:12

Hallo Kathrin ,...

Das mit dem annehmen bezieht sich auf GS ...
Versuchs mal mit . Ist das wirklich wahr ? Kannst du das wissen ?
Wieviele Leute hast du gefragt ? Wieviele Leute haben dies Dir eindeutig so gesagt ?

Wo in deinem Leben ist und war es anders ?
Und wenn es Beispiele gibt . (Ich bin sicher das es Ausnahmen gibt)...
dann könntest du es umformulieren in ,, manchmal habe ich dasGefühl ......,,

Dort ist dann zumindest die Projektion raus.
Was bleibt ist , manchmal ein unangenehmes Gefühl zu haben. Das könntest du vieleicht
leichter ändern ;)
LG

rodiehr
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Re: Projektionen erkennen

Beitrag von rodiehr » Mo 19. Mär 2012, 11:06

@ apfelsine

hallöchen,

vielleicht ist diese Seite für Dich interessant: http://www.daslebensspiel.com/gratiskap ... itel11.pdf

Helga hat diesen Auszug als "Werbung" für dieses Buch bekommen. Sehr interessant und aufschlussreich, so finde ich.

Natürlich gehst Du auch auf die homepage. :lol:

lg Rolf
Was Du wünschst, das man Dir tu, das tue Du zuerst!

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apfelsine
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Re: Projektionen erkennen

Beitrag von apfelsine » Mo 19. Mär 2012, 11:26

Hab die Übungen nochmal überarbeitet. Ich werde die nach und nach ausführlicher machen.

@Rolf
danke für den Link, ich nehme ihn in den Hauptthread auf, auch wenns wahrscheinlich nicht dauerhaft verfügbar bleiben wird.

lg
Sonja
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